Die größten E-Commerce-Trends für 2022

3. Januar 2022

Das Jahr 2021 hatte es in sich. Die Pandemie fegte weiter über die Welt, globale Lieferketten gerieten ins Stocken und diverse Online-Meeting-Tools wurden unsere besten Freunde. Sich einen Moment Zeit zu nehmen, um Bilanz zu ziehen, bevor man von einem neuen Weltereignis weggefegt wird, war fast unmöglich. Trotzdem blieb der E-Commerce beständig – er setzte seinen Aufwärtstrend fort und wurde für immer mehr Menschen auf der ganzen Welt zur bevorzugten Einkaufsmethode.

Doch die letzten zwölf Monate haben uns auch noch mehr gelehrt, als wir vielleicht denken. Sie haben gezeigt, wie sehr die globalen Handelsmärkte miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. Gleichzeitig konnte man beobachten, wie viele Einzelhandelsunternehmen florierten, weil sie sich immer stärker auf den E-Commerce konzentrierten. Dieser Wandel beschleunigte technologische Entwicklungen wie Augmented und Virtual Reality, personalisierten E-Commerce (mit Hilfe von Daten und Automatisierung) und einen reibungslosen Checkout.

Wie geht es nun weiter? Vorhersagen über die Zukunft mögen so zuverlässig sein wie der Blick in eine Glaskugel, aber eine Bewertung des aktuellen Stands gibt Hinweise auf die nächsten Entwicklungen. Und einige Trends sind auch Fortsetzungen von Dingen, die bereits Erfolg zeigten: maßgeschneiderte Erlebnisse, innovative Kundenanreize, der Aufstieg von SaaS-Unternehmen und mehr.

Mobile commerce for Mollie

Die Schlüsseltrends des E-Commerce im Jahr 2022

1. Social Commerce wird immer wichtiger

Shopping klappt jetzt auch über TikTok, während Facebook das Einkaufsverhalten auf der eigenen Plattform stärker als je zuvor erforscht. Obwohl eine Statista-Studie zeigt, dass die europäischen Käufer:innen dem Social Commerce eher zurückhaltend gegenüberstehen, wird die zukünftige Entwicklung spannend bleiben. Gerade weil immer mehr Unternehmen auf Social-Media-Plattformen verkaufen, werden andere nicht zurückbleiben wollen. Über Social Media zu verkaufen heißt auch, dass ein Schritt im Verkaufsprozess komplett entfällt. Und das wiederum hilft dabei, den möglichen Kaufabbruch der Kund:innen zu verhindern. Für die Kund:innen wird der Kauf unkomplizierter als je zuvor. Eine ganz klare Win-Win-Situation.

2. Grenzen werden immer unwichtiger

Der grenzüberschreitende Handel ist nichts Neues, aber seine Wachstumsrate ist nach wie vor rasant. Ernst & Young geht davon aus, dass der grenzüberschreitende Zahlungsverkehr 2022 ein Volumen von 156 Milliarden haben wird. Euro erreichen wird, und eine Studie von Visa GME ergab, dass 87 % der Führungskräfte im Bereich E-Commerce den grenzüberschreitenden Handel als größten künftigen Wachstumstreiber ansehen. Das Potenzial liegt auf der Hand. Hinzu kommt, dass Verbrauchernachfrage die Zukunft bestimmen wird – einschließlich der Zugänglichkeit von Mobiltelefonen und Online-Zahlungen. Das Angebot von lokalisierten Zahlungsoptionen wird gerade deswegen wichtiger denn je sein.

3. Nachhaltigkeit wird die Kaufentscheidung weiterhin beeinflussen

Das Thema ist nicht neu, aber dringender als je zuvor. Tatsächlich steht das Thema Nachhaltigkeit bei den Käufer:innen bereits ganz oben auf der Agenda. Eine Studie von L.E.K. Consulting hat ergeben, dass sich rund 75 % der Marken, die verpackte Waren verkaufen, Nachhaltigkeitsziele für 2025 gesetzt haben. Dies wird zu neuen Materialien, neuen Verkaufsmodellen und mehr Möglichkeiten für den Verkauf von Secondhand-Waren führen. Für Unternehmen werden nachhaltige Versand- und Verpackungsmethoden wichtiger denn je sein.

Klarna purchase page

4. Buy Now, Pay Later wird noch beliebter

Online-Einkäufe mit flexiblen Zahlungsoptionen wie Buy Now, Pay Later (BNPL) wurden im vergangenen Jahr von 60 % der Verbraucher:innen weltweit genutzt und die Zahlungen am Black Friday mit BNPL-Methoden haben sich von 2019 bis 2020 mehr als verdoppelt. Der Anstieg der Zahlungsmethode wird sich wahrscheinlich auch stärker auf die Art und Weise auswirken, wie ein Unternehmen seine Produkte vermarktet, da es mit den richtigen Zahlungsbedingungen das Vertrauen der Kund:innen stärken kann. Es wird auch mehr BNPL-Anbieter:innen geben und sogar Anbieter:innen, die sich auf eine oder mehrere Produktkategorien spezialisieren.

5. Conversational Commerce wird das Nutzererlebnisverbessern

In dem Maße, wie die Technologie voranschreitet und modernste Tools für kleinere Unternehmen zugänglicher werden, wird der Dialoghandel – oder der Ansatz, bei dem Einzelhändler:innen soziale Tools für den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen nutzen – immer alltäglicher werden. Die Chatbot-Technologie ist inzwischen sehr weit fortgeschritten: Alibabas AliMe beantwortete letztes Jahr an nur einem Tag 300 Millionen Anfragen bzw. 97 % aller Kundendienstanfragen. Indem Sie schnell und effizient auf Kundenanfragen reagieren, schaffen Sie Vertrauen in Ihre Marke. Interaktive Elemente wie Quizfragen können Online-Händler:innen auch dabei helfen, das Einkaufserlebnis zu personalisieren. Weitere Informationen finden Sie in unserem Leitfaden zur Schaffung eines personalisierten E-Commerce-Erlebnisses.

6. Shopping per Spracherkennung wird größer

Fast die Hälfte der Weltbevölkerung (3,25 Milliarden Menschen) hat Zugang zu sprachgestützten Suchgeräten und 43 % derjenigen, die ihre Sprachassistenten regelmäßig nutzen, tun dies zum Einkaufen. Statten Sie Ihren Onlineshop ebenfalls mit der Möglichkeit der Sprachassistenz aus, um noch tiefer in das Kaufverhalten Ihrer Kund:innen einzudringen – gleichzeitig können Ihre Kund:innen Einkäufe ganz einfach aus dem eigenen Wohnzimmer tätigen.

7. 5G wird endlich einen Einfluss haben

5G schreit förmlich nach Ironie. Das Versprechen von superschnellem mobilem Breitband entspricht nicht der Realität, wenn man überlegt, dass man auf dem Land Probleme hat, überhaupt ein Mobilfunksignal zu empfangen. Es ist jedoch sicher, dass die beschleunigte Einführung von 5G sich auf den E-Commerce auswirken und die bereits wachsende Akzeptanz des mobilen Handels weltweit vorantreiben wird.

Augmented reality retail image for Mollie

8. Das Meta-Versum wird mehr als nur Memes sein

Memes waren großartig, aber auch die Idee dahinter war interessant. Und es scheint, dass das Metaverse, bzw. ein kollektiver virtueller Raum, in dem Communities sich online treffen und interagieren können, näher ist als je zuvor. Und wenn sich dieser durchsetzt, könnten die Chancen für Einzelhändler:innen enorm sein. Stellen Sie sich vor, Sie könnten ein Sofa in einer Simulation Ihres Wohnzimmers ausprobieren und sehen, wie es in verschiedenen Farben und Formen aussieht. Diese Art des Einkaufens wird einen enormen Einfluss auf den E-Commerce haben.

Nutzen Sie die E-Commerce-Trends zu Ihrem Vorteil

Die Dinge ändern sich schnell im E-Commerce. Und gerade für Sie als Teil der Onlinewelt ist es wichtig, über aktuelle Veränderungen und Trends Bescheid zu wissen. Dabei gibt es ein paar Dinge, die Sie tun können, um nach und nach im New Normal anzukommen. So brauchen Sie keine Zauberkugel um zu wissen, dass Innovationen im Bereich des Nutzererlebnisses immer einen positiven Einfluss auf Ihr Geschäft haben werden.

Mollie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmen jeder Größe beim Wachstum im E-Commerce zu unterstützen. Wir verwirklichen dies mit einem Zahlungsprodukt, das einfach funktioniert – mit einer logischen Integration, einer ehrlichen Preisgestaltung und allen führenden Zahlungsmethoden für ein optimales, lokalisiertes Erlebnis. Erfahren Sie mehr über Zahlungen mit Mollie oder sehen Sie sich weitere Tipps an, die Sie bei Ihrem individuellen Wachstum unterstützen.

*Quelle: Internet Retailing 2021 Global E-Commerce Report *