Familie & Finanzen: So gehen Familien in Deutschland mit Geld um

Familie & Finanzen: So gehen Familien in Deutschland mit Geld umFamilie & Finanzen: So gehen Familien in Deutschland mit Geld um
Vanda Astfäller - Sales Lead DACH - Mollie Payments
Vanda Astfäller
Sales Lead DACH
Expertin zur Optimierung von Onlineshops.

Family Finance ist ein Thema, über das viel zu selten gesprochen wird. Noch immer gibt es geschlechtsspezifisches Ungleichgewicht bei den Gehältern, sodass in vielen Familien vor allem der Mann maßgeblich zur Finanzierung der Familie beiträgt. Das führt dazu, dass sich Frauen weniger mit den Finanzen auseinandersetzen. Nur ein Diskurs über die Wichtigkeit der Finanzen innerhalb einer Familie kann dazu beitragen, solche Prozesse offenzulegen und Elternteile gleichermaßen am Wohlstand der Familie zu beteiligen. 

Unser Report untersucht die wirtschaftliche Lage von Familien in Deutschland und zeigt anhand verschiedenster Statistiken und Faktoren auf, wie es um die Finanzen von Familien in Deutschland bestellt ist.

Familie ist das Wichtigste im Leben

Für die meisten Menschen in Deutschland ist die Familie das wichtigste im Leben. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Im Familienreport aus dem Jahr 2020 geben 77 Prozent der Befragten an, dass Familie für sie an erster Stelle steht:

Statistik zur Wichtigkeit von Familie, Beruf und Interessen in Deutschland

Familien nehmen damit einen wichtigen Platz in der Gesellschaft ein. Mütter und Väter gehen mit der Elternschaft eine Verantwortung für das Wohl ihrer Kinder ein und müssen dementsprechend auch Pflichten in verschiedenen Lebensbereichen übernehmen. 

Unabdingbar ist die Versorgung der Familie, auch in finanzieller Hinsicht. Doch wie viel Geld steht den Familien in Deutschland zur Verfügung? Lassen sich dabei Unterschiede in den Bundesländern erkennen? Und wie hoch sind die Ausgaben für Kinder? Spannend ist hier auch der Vergleich mit der finanziellen Situation von alleinstehenden Menschen und kinderlosen Paaren und deren Ausgaben. Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Bezug auf das Sparverhalten sind erkennbar? 

Nicht zuletzt sind auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Finanzen der in Deutschland lebenden Familien nicht zu unterschätzen. Viele Menschen haben nicht nur ihren Job verloren oder waren in Kurzarbeit, sondern Familien mussten auch die Betreuung der Kinder neu regeln. Der Wechsel vom Präsenzunterricht zum Home Schooling stellte ebenso eine finanzielle Herausforderung für Familien dar. Technisches Equipment sowie die Verfügbarkeit von WLAN und weiteren Tools mussten in vielen Fällen von den Familien selbst bereitgestellt werden. Viele Lebensbereiche, die auf den ersten Blick nur indirekt mit der finanziellen Situation verbunden sind, haben darunter gelitten und dazu geführt, dass Familien auf ihre Ersparnisse zurückgreifen und generell sparen mussten.

Familien in Deutschland bestehen aus Vater, Mutter und Kind - oder doch nicht? 

Das Konzept Familie wird in Deutschland immer öfter divers gelebt. Dennoch handelt es sich bei den meisten in Deutschland lebenden Familien um das klassische Familienmodell mit Mutter, Vater und Kind. Doch in den letzten Jahren sind Entwicklungen bemerkbar, die Elternschaft in ihrer Vielfalt anerkennen. Wie lässt sich “Familie” (neu) definieren? Wie leben Familien in Deutschland zusammen? 

In diesem Zuge ist es wichtig, auch die Entwicklung der Familie über die Jahre zu betrachten. Wie hat sich die Geburtenrate entwickelt? Und lässt sich erkennen, ob Familien tendenziell größer oder kleiner werden?

Familien sind Eltern-Kind-Gemeinschaften

Die Definition des statistischen Bundesamtes, die den Begriff der Familie für den jährlichen Mikrozensus folgendermaßen umschreibt, bezeichnet Familie wie folgt:

“Die Familie umfasst im Mikro­zensus alle Eltern-Kind-Gemeinschaften, das heißt Ehepaare, nichteheliche (gemischt­geschlechtliche) und gleich­geschlechtliche Lebens­gemeinschaften sowie Allein­erziehende mit ledigen Kindern im Haushalt. Einbezogen sind – neben leiblichen Kindern – auch Stief-, Pflege- und Adoptiv­kinder ohne Alters­begrenzung. Damit besteht eine Familie immer aus zwei Generationen: Eltern/-teile und im Haushalt lebende ledige Kinder.”

Als eigene Familie zählt das statistische Bundesamt jedoch Kinder mit und ohne Partner, die zwar im Haushalt mit ihren Eltern leben, dort aber eigene Kinder versorgen. 

So viele Familien leben in Deutschland

Anhand dieser Grundlage lässt sich bestimmen, wie viele Familienhaushalte es in Deutschland gibt. Laut Mikrozensus 2019 des Statistischen Bundesamtes gibt es in Deutschland 11,6 Millionen Familienhaushalte:

Statistik Familienhaushalte in Deutschland mit Anzahl der Kinder

In 8,2 Millionen Familienhaushalten leben Kinder unter 18 Jahren, in den restlichen 3,4 Millionen Haushalten leben Familien ausschließlich mit volljährigen Kindern. Zudem zeigt sich, dass Familien mit einem Kind (35,9%) am weitesten verbreitet sind, gefolgt von Familien bestehend aus zwei Kindern (26,5%). Nur 8,5 Prozent der Familienhaushalte mit Kindern unter 18 Jahren setzen sich aus drei oder mehr Kindern zusammen. 

Geburtenraten in Deutschland: Gibt es Unterschiede zwischen Bundesländern und Städten?

Die Geburtenrate unterliegt einem stetigen Wandel und wird durch aktuelle Ereignisse und Krisen beeinflusst. Sie ist ein wichtiges Indiz für die Familienplanung der Menschen in einem Land.

Während die Geburtenrate Anfang der 2000er sehr niedrig war, ist sie in den letzten Jahren leicht gestiegen. 2019 lag sie bei durchschnittlich 1,54 Kindern je Frau. Der Trend geht also hin zum zweiten Kind. Damit liegt Deutschland im Vergleich mit anderen Ländern in der Europäischen Union im Mittelfeld. An erster Stelle liegt Frankreich mit durchschnittlich 1,84 Geburten pro Frau; Spanien belegt mit einer Geburtenziffer von nur 1,23 Kindern je Frau den letzten Platz. 

Im Vergleich der Bundesländer zeigt sich, dass Stand 2020 Niedersachsen mit 1,61 Kindern pro Frau die höchste Geburtenrate hat, während in Berlin mit 1,38 die wenigsten Kinder zur Welt kommen. 

Doch wie sieht es aus mit der Entwicklung in deutschen Großstädten? Laut Forschern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) schrumpft die Bevölkerung in den 15 größten deutschen Städten. Das liegt an der geringen Zuwanderung, mehr Sterbefällen, aber auch an weniger Geburten. 

Zu Beginn von Corona überlegten Politik und Wissenschaft, wie sich die Pandemie und speziell die Lockdowns auf die Familienplanung der Deutschen auswirken. Werden mehr Familien gegründet? Kommen mehr Kinder auf die Welt? Oder lässt sich ein Rückgang der Geburten feststellen?

Die Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Tatsächlich war der März 2021 der geburtenreichste Monat seit mehr als 20 Jahren. Laut Statistischem Bundesamt kamen 65.903 Kinder zur Welt. Das letzte Mal, das es mehr als 65.000 Geburten gab, war im März 1998. Der Vergleichszeitraum Januar bis Mai 2021 macht jedoch deutlich, dass ein Corona-Babyboom ausblieb: Die Geburtenrate zum Vorjahreszeitraum stieg zwar leicht um 1,4%, einen deutliche Anstieg gab es aber nur im März 2021. 

Daraus lässt sich schließen, dass sich die Pandemie wenig bis gar nicht auf die Familiengründung auswirkt. Familie und Paare behalten möglicherweise ihre Finanzen genauer im Blick und planen ihre Ausgaben sorgfältiger. Da jedoch auch kein dramatischer Rückgang der Geburten zu verzeichnen ist, führen aktuelle finanzielle Engpässe trotzdem nicht zu Veränderungen in der Familienplanung in Deutschland.

Stadt oder Land? Hier wohnen Familien am liebsten

Die Relation zwischen der Größe und Einwohnerzahl eines Bundesland ist verhältnismäßig, denn Statistiken zeigen: Je mehr Einwohner ein Bundesland hat, desto mehr Familien leben dort auch. Dementsprechend wohnen die meisten Familien in Nordrhein-Westfalen, dies ist das Bundesland mit der höchsten Bevölkerung.. Die wenigsten Familien leben in Bremen, dies ist das einwohnerschwächste Bundesland.

Die Deutschland-Studie 2019, durchgeführt vom Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos im Auftrag des ZDF, zeigt, dass in den deutschen Metropolen immer weniger Familien anzutreffen sind. Das ist nicht weiter verwunderlich, sind doch 78 Prozent der Deutschen der Meinung, dass Kinder auf dem Land besser aufwachsen als in der Stadt. Zu dieser Entwicklung kommt es aufgrund verschiedener Faktoren: Kita und Schulen am Wohnort, Kulturangebote, aber auch Mietpreise - ein wichtiger Punkt in Bezug auf Family Finance. Laut der Untersuchung müssen Familien in München durchschnittlich 43 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Miete ausgeben, gefolgt von Freiburg mit 42 Prozent und Frankfurt am Main mit 39 Prozent. Ein Umzug beispielsweise in das Umland von Großstädten ermöglicht es Familien, bei der Miete zu sparen. So bleibt von den Finanzen mehr übrig für andere Dinge. 

Familien und Finanzen: Wie viel Geld hat eine Familie?

Über wie viel Geld eine Familie verfügt, ist unter anderem abhängig vom Einkommen, möglicher staatlicher Unterstützung sowie den Ausgaben. 

Beim Haushaltseinkommen je Einwohner pro Bundesland liegt Bayern an der Spitze. Hier betrug das Haushaltseinkommen im Jahr 2019 je Einwohner 25.309 Euro:

Statistik Haushaltskeinkommen pro Bundesland in Deutschland 2019 im Vergleich zu 1995
Tabelle Haushaltskeinkommen pro Bundesland in Deutschland von 1995 bis 2019

Am geringsten ist das Haushaltseinkommen in Mecklenburg-Vorpommern. Unabhängig davon hat sich das Haushaltseinkommen aber seit 1995 konstant nach oben entwickelt. 

Das durchschnittliche Nettoeinkommen von Paaren mit ledigem Kind/ledigen Kindern unter 18 Jahren lag im Jahr 2018 bei 5.490 Euro. Alleinerziehende verfügten hingegen über 2.560 Euro und Paare über durchschnittlich 4.311 Euro.

Dafür geben Familien ihr Geld aus 

Am meisten geben Familien in Deutschland ihr Geld für Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung aus. Das zeigt ein Blick auf die Struktur der Konsumausgaben privater Haushalte im Jahr 2019. Ausgaben für das Bildungswesen stellen das Schlusslicht dar. 

Ausgehend von einer Familie mit einer Haushaltsgröße von 4 Personen, liegen die privaten Konsumausgaben bei insgesamt 3.923 Euro. Im Durchschnitt sind die Ausgaben wie folgt aufgeteilt: 

Diagramm Struktur der Konsumausgaben in Deutschland

Wie viel Geld kosten Kinder?

Kinder kosten Geld. Dessen müssen sich Menschen bewusst sein, wenn sie eine Familie gründen möchten. Laut statistischem Bundesamt sind es rund 148.000 Euro, die eine Familie für ein Kind bis zu dessen Volljährigkeit ausgibt. Je älter Kinder werden, desto höher ist die finanzielle Belastung:

  • In den ersten sechs Jahren kostet ein Kind pro Jahr etwa 7.000 Euro

  • Zwischen dem sechsten und 12. Lebensjahr betragen die jährlichen Ausgaben etwa 8.200 Euro

  • Bis zum 18. Lebensjahr liegt die finanzielle Belastung bei etwa 9.400 Euro pro Jahr

Doch wie setzen sich die Ausgaben zusammen? Das hat das Statistische Bundesamt genauer untersucht: 

Tatsächlich sind vor allem Nahrungsmittel und Bildungswesen, im speziellen die Kinderbetreuung in den ersten Lebensjahren, ein großer finanzieller Faktor, der in der Familienkasse zu Buche schlägt. Dafür steigen mit dem Alter die Ausgaben für Freizeit, Unterhaltung und Kultur zu.

Beim Vergleich von wohlhabenden Familien mit einkommensschwachen, dann lässt sich eine deutliche Differenz erkennen. Im Jahr 2018 gaben ärmere Familien monatlich durchschnittlich 424 Euro aus; wohlhabende Familien hingegen mit 1.212 Euro fast das dreifache. 

Wie viel Taschengeld ein Kind bekommen sollte

Ein oft diskutiertes Thema in vielen Familien ist das Taschengeld. Grundsätzlich dient das Taschengeld dazu, dass Kinder den Umgang mit Geld erlernen. Anhand eines festen monatlichen Betrags lernen sie, welche Konsumgüter sie sich leisten können und welche nicht. Sie müssen priorisieren, da sie selbstständig erfahren, dass das Taschengeld nicht für alle Wünsche reicht. Dies ist ein wichtiger Baustein, um später einmal selbst die Finanzen einer Familie zu überblicken.

Wie viel Taschengeld Kinder in ihrem Alter bekommen, hängt von den Eltern ab. Deshalb gibt es keine validen Zahlen für die Höhe des Taschengeldes in den jeweiligen Bundesländern. Das Deutsche Jugendinstitut gibt hier eine Empfehlung heraus, die nach Alter gestaffelt ist:

Übersicht Empfehlungen für Taschengeld für Kinder in Deutschland

Diese staatliche Leistungen gibt es für Familien

Leistungen für Familien und Mütter

Der deutsche Staat bietet Familien verschiedene Leistungen an, um sie finanziell zu entlasten und unterstützen. Kindergeld, Mutterschaftsleistungen, Elterngeld sowie steuerliche Entlastungen stehen allen Familien zur Verfügung. 

Für Alleinerziehende gibt es zudem die Option auf einen Unterhaltsvorschuss, wenn das andere Elternteil wenig bis gar nicht seiner Unterhaltsverpflichtung nachkommt. Die Bundesstiftung Mutter Kind unterstützt insbesondere Mütter mit kleinem Einkommen. 

Auch Familien mit kleinem Einkommen unterstützt der Staat besonders. Für finanzielle Entlastung sorgen ein Kinderzuschlag sowie Leistungen zur Bildung und Teilhabe, damit das Kind an kulturellen und bildungsrelevanten Angeboten teilnehmen kann. 

Finanzielle Unterstützung für Schülerinnen, Schüler und Studierende

Seit mittlerweile 50 Jahren unterstützt die Bundesregierung Studierende, Schüler und Schülerinnen finanziell bei ihrer Ausbildung. Unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern bekommen Jugendliche durch BAföG, dem sogenannten Bundesausbildungsförderungsgesetz, während der Ausbildungs- und Studienzeit eine Ausbildungsförderung, die sich in der Höhe an den Lebensumständen der Eltern orientiert. 

Seit dem Wintersemester 2020/21 liegt der Höchstsatz bei 861 Euro monatlich, sofern der Auszubildende nicht bei seinen Eltern wohnt und keine Familienversicherung mehr möglich ist. 

So sparen die Deutschen

Im europäischen Vergleich sind die Deutschen die Weltmeister beim Sparen. Laut Berechnungen der ING Deutschland mit Barkow Consulting haben Sparer in den 19 Euro-Ländern im Jahr 2020 mehr als eine Billion Euro neu in Finanzanlagen angespart. Zum achten Mal in Folge legen deutsche Privathaushalte am meisten Geld zurück, nämlich stolze 388,5 Milliarden Euro. Mit weitem Abstand folgen Frankreich mit 260,7 Milliarden Euro und Italien mit 122,7 Milliarden Euro.

Der Hintergrund: Die Corona-Pandemie. Durch die Einschränkungen konnten die Menschen ihr Geld nicht wie gewohnt ausgeben. Ausgaben für Reisen, Restaurantbesuche oder kulturelle Aktivitäten fielen größtenteils weg. 

Wie viel sparen die Deutschen?

Im Bundesländervergleich wohnen die Sparfüchse in Bayern:

Statistik: Wie viel private Haushalte in Deutschen Bundesländer gespart haben

Die privaten Haushalte in Bayern haben im Jahr 2019 über 44,3 Millionen Euro gespart, dicht gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 44,1 Millionen. Weit abgeschlagen liegt Bremen mit 1,289 Millionen Euro. Das muss allerdings in Relation zur Größe und Einwohnerzahl des Bundeslandes gesehen werden. 

Wie investieren die Deutschen ihr Geld?

Generell gibt es verschiedene Möglichkeiten, um sein Geld anzulegen oder zu investieren:

Möglichkeiten zur Investition: Immobilien, Spareinlagen, Renten- und Kapitallebensversicherung, Bausparvertrag, Investmentfonds, Riesterrente

Tatsächlich steigt die Zahl der Personen, die Aktien im Haushalt besitzen, seit Jahren konstant an. Während 2017 erst 7,31 Millionen Personen in Deutschland Aktien besaßen, sind es 2021 mít geschätzten 9,16 Millionen Personen fast 2 Millionen mehr. 

So reich sind die Deutschen

Etwa 2 Millionen Millionäre wohnen in Deutschland. Spannend ist zu sehen, wie sie sich auf die unterschiedlichen Regionen in Deutschland verteilen. Die Liste der Regionen mit den meisten Einkommensmillionären führt der Hochtaunuskreis mit der Kreisstadt Bad Homburg an: Dort leben ganze 278 Einkommensmillionäre je 100.000 Steuerpflichtiger.

Deutlich wird, dass die Dichte der Einkommensmillionäre im Osten Deutschlands deutlich geringer ist. 

Verluste und Ersparnisse durch die Corona-Pandemie

Die Pandemie hat besondere Auswirkungen auf die finanzielle Situationen der Deutschen, nicht nur Familien im Speziellen. 

Die Lockdowns schränken das gesellschaftliche Leben massiv ein - und beeinflussen so, wie die Menschen Geld ausgeben. 

So ist das Geldvermögen der Deutschen im Corona-Jahr 2020 auf über 7 Billionen Euro angestiegen. Während die Sparquote im Jahr 2019 bei 10,9 Prozent lag, betrug sie 2020 16,3 Prozent. Insgesamt haben die Deutschen im letzten Jahr rund 100 Milliarden Euro weniger ausgegeben.

Das hat unterschiedliche Gründe. Zum einen weil die Möglichkeiten, Geld auszugeben, limitiert waren durch Schließungen von Einrichtungen in den Bereichen Freizeit, Unterhaltung und Kultur. Zum anderen weil viele Menschen ihren Job verloren haben oder in Kurzarbeit mussten. Dementsprechend wurde ihr Einkommen weniger oder viel ganz weg und die Menschen haben weniger Ausgaben getätigt, um die finanzielle Belastung zu senken. 

Fazit: Sparen, anlegen, ausgeben – Familien benötigen finanzielle Rücklagen

Es empfiehlt sich für Familien, ihr Geld sorgsam und strukturiert auszugeben, denn Krisen können das Familienleben auf die Probe stellen. Auch wenn die Corona-Pandemie unter anderem in finanzieller Hinsicht eine Herausforderung für die Menschen ist, steht die Familie für die Deutschen an erster Stelle. Doch egal, ob ein klassisches Familienmodell aus Mutter, Vater und Kind oder moderne und diverse Familiengemeinschaften: Alle Familien benötigen finanzielle Mittel, um die Familienmitglieder ausreichend zu versorgen. Der Staat unterstützt besonders einkommensschwache Familien finanziell, denn Kinder sind teuer - auch nach dem 18. Lebensjahr. Deshalb ist es ratsam, sich frühzeitig mit Geldanlagen auseinanderzusetzen. Hier liegen die oftmals versteckten Potenziale im Vergleich zum klassischen Sparbuch mit geringer Rendite. 

Zusammenfassend sind die Anzahl der Familien und die Geburtenrate ein wichtiger Indikator für die Zufriedenheit in einem Land.

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