Die größten E-Commerce-Trends 2023

ecommerce trends 2023

2022 war ein turbulentes Jahr. Die Pandemie plätscherte weiter vor sich hin, ein Krieg brach aus, die Inflation schoss in die Höhe und die Konsumausgaben gingen in den Keller. Eine zwischenzeitliche Bilanz zu ziehen, war beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. Denn eh man sich versah, passierte schon wieder etwas Weltbewegendes. Die Folgen von all dem – und mehr – waren im Onlinehandel zu spüren: Der Boom durch die Lockdowns war ganz klar vorbei. 

Und doch haben uns diese 12 Monate auch viel gelehrt, vielleicht sogar mehr als wir denken. Die schwierigen Zeiten haben den E-Commerce widerstandsfähiger gemacht: Unternehmen wurden flexibler, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

In diesem Artikel zeigen wir aktuelle und zukünftige Entwicklungen sowie Trends und Themen, die den E-Commerce 2023 prägen werden. Wichtige Player der Branche teilen außerdem Ihre ganz persönlichen Insights.

1. Anhaltende Rezession

Die schlechte Nachricht zuerst: Viele Onlinehändler werden auch 2023 weiter zu kämpfen haben. Denn die politischen Unruhen halten weiter an, die Konsumfreudigkeit ist niedrig und die Inflation konstant hoch.

Im Umkehrschluss heißt das, dass sich Unternehmen ordentlich ins Zeug legen müssen, um Kunden zu gewinnen, sie vom Kauf zu überzeugen und sie vor allem zu halten. Auch müssen sie jederzeit in der Lage sein, auf globale Ereignisse zu reagieren.

Und was erwartet uns? Im vergangenen Jahr haben wir eine Umfrage unter Verbrauchern in ganz Europa durchgeführt. Dabei gaben 79 % (4 von 5) der Befragten an, weniger auszugeben, wenn sich die Konjunktur deutlich verschlechtert. 30 % würden sogar sehr viel weniger ausgeben.

But opportunities still exist. The research also showed that more consumers now shop online, and what you can do to attract customers, increase sales, and build brand loyalty.

Die Umfrage hat außerdem gezeigt, dass immer mehr Verbraucher online einkaufen. In unserem E-Commerce-Report finden Sie einfache Tipps, mit denen Sie neue Kunden gewinnen, Ihren Umsatz steigern und die Markentreue stärken.

2. Auf die richtigen Conversion-Tools kommt es an

Tools zur Conversion-Optimierung gibt es wie Sand am Meer. Vielleicht verwenden Sie bereits einige davon, wie Google Analytics, Heatmaps für Ihren Onlineshop, Nutzertests, Data-Mining, A/B-Tests oder andere.

Doch 2023 werden Sie all diese Tools – und noch weitere – brauchen. Denn wenn weniger gekauft wird, gilt es, jede Verkaufsmöglichkeit optimal zu nutzen. 

Über welche Tools sollten Sie also unbedingt nachdenken? Zunächst ist natürlich ein gutes Customer-Relationship-Management (CRM)-System wichtig. Doch es gibt noch andere Möglichkeiten, um (potenzielle) Kunden anzusprechen und sie für Ihre Produkte oder Dienstleistungen zu begeistern. Zum Beispiel Analyse-Tools, Klick-Tracker und Testlösungen.

Für die britische E-Commerce-Agentur 247 Commerce sind datengestützte Entscheidungen der Schlüssel zur Conversion-Optimierung.

Mariam Lipartia, Senior Marketing Managerin des Unternehmens, erklärt: „Neben Google Analytics sollten Unternehmen auch Adobe Analytics oder Adobe Target nutzen. Diese Programme liefern fantastische Insights, um das Kundenerlebnis in großem Umfang zu personalisieren.“ 

Weiter sagt sie: „Bei 247 Commerce beraten wir Händler regelmäßig zu Google Analytics. Dabei analysieren wir die Conversion-Rates und den Traffic der besten Akquisitionskanäle.“

3. Kundenbindung als Voraussetzung für Erfolg

Ein weiterer entscheidender Onlineshop-Trend für Unternehmen wird 2023 der Fokus auf die Beziehungen zu Neu- und Bestandskunden sein. Denn eine stärkere Kundenorientierung und der Aufbau von Kundentreue legen den Grundstein für langfristigen Erfolg.

Was genau heißt das? Nehmen wir an, einer Ihrer Kunden muss sparen. Haben Sie keine Beziehung zu dem Kunden aufgebaut und sind Ihre Produkte oder Dienstleistungen anderswo günstiger zu finden, werden Sie ihn sehr wahrscheinlich verlieren.

Doch was, wenn Sie Ihrem Kunden konsequent etwas für sein Geld bieten, zum Beispiel ein angenehmes Kauferlebnis, vollumfänglichen Kundenservice oder ein ganz personalisiertes Angebot?

Wandert er dann ab? Aller Voraussicht nach nicht.

Wie sorgen Sie nun für diese unvergessliche Experience und bauen eine Beziehung zu Ihren (potenziellen) Kunden auf?

  • Zeigen Sie Bewertungen auf Ihrer Website
  • Stellen Sie Kunden mehrere Zahlungsoptionen zur Verfügung
  • Personalisieren Sie die Customer Journey
  • Geben Sie Rabatte oder bieten Sie Prämienprogramme

In unserem Artikel erfahren Sie mehr über den Aufbau von Vertrauen und Kundentreue im E-Commerce!

4. Headless und Composable: mehr als nur ein Hype

In der Branche wird heiß über Headless und Composable Commerce diskutiert. Viel Wirbel um nichts? Nein. Hier geht es um die nächsten Schritte in der Entwicklung von E-Commerce.

Doch warum ist das so? Die Trennung des Frontends – dem Teil der Website, den Ihre Kunden sehen – vom Backend Ihres Onlineshops, auf dem die kommerziellen und operativen Prozesse Ihres Unternehmens laufen, bietet eine Menge Vorteile, zum Beispiel:

  • bessere Flexibilität
  • schnellere und kostengünstigere Entwicklung
  • eine schnellere Website
  • die Möglichkeit eines Tech-Stacks, der genau auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist

Laut Przemysław Połeć, Business Developer und Partner Manager der Open-Source-Headless-Plattform Sylius, kommt es beim Umstieg auf eine Headless- oder Composable-Lösung auf die Planung und darauf an, wie mit Problemen umgegangen wird.

„Planen Sie, in den kommenden fünf Jahren neue Märkte zu erschließen oder Ihr Geschäft um mehrere Anbieter zu erweitern? Dann können Sie mit einer Composable-Architektur diverse Module verwenden und ergänzen. Jedes dieser Module erfüllt eine ganz bestimmte Aufgabe“, so Połeć. 

„Achten Sie auch auf das richtige Timing. Wenn Sie merken, dass Ihr Tech-Stack das Wachstum verlangsamt und Ihre Möglichkeiten einschränkt, sollten Sie handeln. Technische Schuld kann Ihren E-Commerce lahmlegen und, wenn Sie nicht schnell genug sind, sogar zu Verlusten führen.“

Egal, ob es um die Entwicklung von progressiven Webanwendungen, die Arbeit mit erstklassigen Headless-Lösungen oder die Implementierung einer ganzen Composable-Infrastruktur geht – 2023 scheint das Jahr zu sein, in dem Total Customizing zur Norm wird.

5. Der Aufstieg von Re-Commerce

Re-Commerce ist zwar nicht neu, aber auf diesem Gebiet hat sich viel getan die letzten Jahre. Doch was ist Re-Commerce eigentlich? Ganz einfach: Wiederverkauf, also der Verkauf von Gebrauchtwaren zur Wiederverwendung, Wiederverwertung oder zum Weiterverkauf.

Re-Commerce ist natürlich nichts Neues und der Erfolg von eBay zeigt seit 1995, dass der Wiederverkauf von Waren funktioniert und weiterhin beliebt ist – nicht nur bei Unternehmen, sondern zunehmend auch bei Verbrauchern. Laut des Resale Reports 2022 von Thredup wurden 2021 bereits eine Milliarde Kleidungsstücke Secondhand statt neu gekauft. Dazu sind sich zwei von drei Konsumenten sicher, dass ihr individuelles Verhalten einen Einfluss auf die Entwicklung unseres Planeten hat. Die Studie zeigt außerdem, dass der Marktanteil von Secondhand- und Re-Commerce-Konzepten in den kommenden zehn Jahren um 18 % steigen, während der Marktanteil von “klassischen” Shops weiter sinken wird.

Auch aus Unternehmersicht wird Re-Commerce immer spannender. Denn die Möglichkeiten, zusätzliche bzw. bessere Einnahmequellen zu erschließen, sind enorm. Indem Sie den Wiederverkauf eigener Produkte selbst in die Hand nehmen, versuchen Unternehmen, das Vertrauen und die Loyalität von Kunden zu gewinnen und Lagerbestände effizienter zu nutzen.

Auch große Marken machen mit. Ganz vorn mit dabei ist Patagonia, aber auch Levi’s, H&M und Zalando haben bereits eigene Re-Commerce-Aktivitäten am Start. 

Doch Re-Commerce ist nicht nur in der Fashion-Branche ein Thema. So bietet Mattel einen Rückgabeservice für Spielzeug an, um gebrauchte Spielwaren zu recyceln, und hat Ikea nun seinen eigenen Circular Hub.

6. Omnichannel-Strategien werden wichtiger

Ein anderer Trend im E-Commerce 2023 ist Omnichannel. Der Grund? Um neue Einnahmequellen zu erschließen, vertreiben immer mehr Unternehmen ihre Produkte kanalübergreifend. Dies jedoch erfordert weitere Maßnahmen, um den Kunden ein nahtloses und konsistentes Shopping-Erlebnis zu bieten.

Dieser (englischsprachige) Hubspot-Artikel bietet eine gute Zusammenfassung zur Frage, wie man ein Omnichannel-Erlebnis über mehrere Kontaktpunkte hinweg schafft und zeigt, welche Vorteile es Ihrem Unternehmen bietet, wie zum Beispiel:

  • erhöhte Reichweite und Verfügbarkeit
  • bessere Kundenzufriedenheit
  • mehr Umsatz

Das Technologieunternehmen Vonage, eine Cloud-basierte Kommunikationsplattform für E-Commerce-Unternehmen, setzt auf fortschrittliche Conversational-Commerce-Tools, um Kunden über mehrere Kanäle hinweg ein unvergessliches Omnichannel-Erlebnis zu bieten.

Yash Kotak, Senior Director of Product Management bei Vonage, sagt dazu: „Egal ob Messaging, Chat, Video oder KI-gestützter Conversational Commerce – Verbraucher wollen mit Marken auf demselben Weg kommunizieren wie mit ihrer Familie und Freunden, und zwar über den Kanal, in dem sie gerade sind und den sie am häufigsten nutzen.“

Er fährt fort: „Hier liegt für Unternehmen eine riesige Chance. Es ist Aufgabe der Unternehmen, die Kommunikation mit den Kunden so zu gestalten, als seien es Familie und Freunde, und ihnen ein Erlebnis zu bieten, das sie für das Unternehmen begeistert. So kommen die Kunden wieder.“

7. Die Ära der Super-Apps bricht an

Im Film gibt es Superhelden, doch beim Online-Shopping sind bald die Super-Apps die Retter in der Not. In China sind sie bereits weit verbreitet. So lassen sich mit WeChat und Alipay beispielsweise Nachrichten verschicken, Spiele spielen, im Internet surfen, einkaufen und vieles mehr. Egal, ob Sie einen Tisch reservieren oder die günstigste Versicherung finden möchten, die Super-App kann alles.

Nach und nach erobern Super-Apps nun auch Europa. In Deutschland hat WhatsApp bereits damit begonnen, Super-App-Funktionen zu integrieren, und auch einige andere Unternehmen, darunter Klarna und Bolt, haben mittlerweile die Entwicklung einer Super-App angekündigt.

Werfen wir mal einen Blick auf die Pläne von Klarna. Der Zahlungsdienstleister entwickelt nach eigenen Angaben eine All-in-One-App, die es Usern ermöglicht, zu shoppen, Zahlungen zu verwalten, Supportanfragen zu stellen, Bestellungen zu versenden, ein Budget festzulegen oder Preise zu vergleichen. Gleichzeitig soll die App sogar Zugriff auf Spar-Tools bieten.

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