Vedder & Vedder

„Wir sind keine Entwickler und dank Mollie müssen wir uns darüber keine Sorgen mehr machen.“

Interview mit Esther and Anne — Gründerinnen von Vedder & Vedder.

Vedder & Vedder

Wie alles begann

Von einer Zusammenarbeit mit der bekannten niederländischen Schauspielerin und Moderatorin Chantal Janzen bis hin zu Pop-up-Stores im niederländischen Luxus-Kaufhaus De Bijenkorf, werden alle Träume von Anne und Esther Vedder wahr. Für ihren auf personalisierten Schmuck spezialisierten Onlineshop Vedder&Vedder haben sie jedoch keine umfassenden Geschäftspläne. Anne: „Ich hätte nie erwartet, dass diese Dinge sich verwirklichen ließen, also habe ich es auch nie gewagt, dafür einen Businessplan zu erstellen.“

Heute ist Vedder&Vedder ein seriöses Unternehmen mit 26 Mitarbeiterinnen, die nach der Eroberung der Niederlande und Belgiens auch nach Deutschland expandieren. Trotzdem gibt es auch jetzt noch Träume. „Ich würde gerne in Amerika den Durchbruch schaffen, ein Flagshipstore in New York wäre toll.“ Basierend auf den bisherigen Ergebnissen bestehen gute Chancen, dass auch dieser Traum in Erfüllung geht. Das Besondere ist, dass die Zwillingsschwestern ihren Erfolg ganz allein sich selbst verdanken, ohne Fremdfinanzierung.

Die Zwillingsschwestern verdanken ihren Erfolg sich selbst, ohne Fremdfinanzierung.

Philip Straub Content specialist at Mollie

Anne: „Wenn ich jemanden mit unserem Schmuck sehe, bin ich wirklich stolz. Jedes Mal aufs Neue.“

„Sobald dieser Webshop online ist, beginnt es wirklich.“

Der Erfolg kam jedoch nicht von selbst. Anne berichtet: „Wir hatten ein Büro mit Glaswänden gemietet, die man beschreiben kann. Wir vereinbarten, für jede Bestellung einen Strich an die Wand zu zeichnen und bei 100 Strichen, würden wir eine Flasche Champagner öffnen.

In den ersten zwei Monaten dachten wir: ‚Sobald der Webshop online ist, geht es richtig los.‘ Irgendwann, als der Shop schon eine Weile lief, sagte ich zu meiner Schwester: ‚Hast du vergessen, Striche zu machen?!‘ Aber wir hatten einfach keine Bestellungen. ‚Worauf habe ich mich da eingelassen‘, dachte ich. Vielleicht muss man sich erst einmal in einem Tal befinden, bevor man imstande ist, alles dafür zu geben.“

Alle Produkte im Onlineshop sind personalisiert

Eine persönliche Überraschung

Als der Erfolg ausblieb und sich die Schwestern fragten, ob die Konkurrenz auf der Lauer lag, hatten sie eine geniale Idee. „Als wir auf Instagram Bilder vom ersten geschriebenen Wort des Kindes eines niederländischen Stars sahen, beschlossen wir damit ein Schmuckstück zu verzieren und es ihr als Überraschung zu schicken.“ Und obwohl Stars wie sie viel zugeschickt bekommen, war dies wirklich eine persönliche Überraschung, mit der sie nicht gerechnet hatte. Also hat sie es auch auf Instagram und Facebook veröffentlicht.

„Irgendwann hatten drei niederländische Stars etwas platziert: Victoria Koblenko, Carice van Houten und Chantal Janzen. Alle innerhalb von zwei Wochen.“ Von diesem Moment an ging es schnell. „Damals waren drei Aufträge an einem Tag für uns eine riesige Menge, aber daraus wurden schon bald zehn. Jetzt können wir etwa 900 pro Tag versenden.“

„Damals waren drei Aufträge an einem Tag für uns eine riesige Menge.“

Anne Vedder Gründerin von Vedder & Vedder

Es gibt vielerlei Möglichkeiten, Schmuck zu personalisieren, beispielsweise mit den Initialen des Partners

Schwierig, das Richtige zu tun

Um dieses Wachstum zu bewältigen, musste die Firma umstrukturiert werden. “Anfänglich produzierten wir im Ausland mit einer Lieferzeit von zehn Werktagen”, erzählt Anne. “Und dann ruft ein Kunde an und fragt, ob es nicht schneller gehen kann, denn Männer seien schließlich bei Geschenken immer zu spät dran. Das war jedoch nicht möglich. Nach kurzer Recherche haben wir herausgefunden, welche Maschinen unser Zulieferer verwende. Dann haben wir uns selbst eine angeschafft. Ich habe graviert und Esther hat die Schmuckteile zusammengesetzt.”

“Wir haben viel mit Maschinen getestet, auch wenn das anfangs für uns Neuland war. Irgendwann bekamen wir eine Maschine für Vergoldung. Dies ist ein chemischer Prozess, und es ist ziemlich schwierig, ihn richtig durchzuführen. Nach dem 80. Versuch sah der produzierte Schmuck immer noch wie Frittiertes aus. So haben wir frühzeitig erkannt, dass Qualität für unsere Kunden sehr wichtig ist. Deshalb haben wir unsere erste Goldschmiedin eingestellt. Sie hat alle möglichen Prozesse optimiert und ist hier immer noch die Managerin.“

Vedder&Vedder verfügt im eigenen Haus über das gesamte Fachwissen für die Herstellung von Schmuck

„Mittlerweile beschäftigen wir mehrere Goldschmiedinnen und verfügen über alle Arten von Geräten, die in Europa kaum jemand hat. Wir befassen uns intensiv mit Innovationen. Unsere Goldschmiedinnen verfolgen die neuesten Entwicklungen in Amerika mit Argusaugen. Und interessante Dinge werden sofort getestet. Wir entwickeln uns also rasend schnell. Wir konzentrieren uns auch auf die Prozesse hier im Büro, sodass wir die Kapazitäten bei einem hohen Auftragsaufkommen erweitern können, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen.“

Jedes Stück ist handgefertigt

Antizipieren mit Statistiken

Dass dies eine reine Notwendigkeit ist, zeigen die Wochen vor besonderen Verkaufstagen. Anne erklärt: „Um Weihnachten, Glamour Day oder Black Friday herum bearbeiten wir an einem Tag so viele Bestellungen wie ansonsten in einem Monat. Und nicht vergessen, bei uns ist ein Produkt nie ausverkauft, denn alles wird speziell angefertigt. Außerdem ist alles personalisiert, sodass wir keine Serienartikel auf Lager führen. Man muss jedoch stets die gleiche Lieferzeit anbieten. Bisher haben wir es immer geschafft, und wir versuchen, dies zu antizipieren, wobei die Statistiken im Mollie Dashboard eine große Hilfe sind. Die Ergebnisse lassen sich leicht miteinander vergleichen, auch auf täglicher Basis.”

“Dank Mollie wissen wir genau, wann die arbeitsreichen Tage kommen und was uns erwartet. Mit dem Start des Onlineshops, hatten wir gleich Mollie als Zahlungsdienstleister an Bord. Trotzdem sind wir jedes Jahr wieder überrascht, beispielsweise von den Ergebnissen des Glamour Day. Die Leute warten wirklich darauf, denn normalerweise bekommt man bei uns nie einen Rabatt”, so Anne.

Die Zwillingsschwestern sind das Gesicht des Unternehmens

„Wir sind süchtig nach Mollie“

„Und ich überprüfe die Ergebnisse in einem fort. Wir sind süchtig nach Mollie. Ich werfe pro Tag wohl 80 Mal einen Blick auf das Dashboard. Ich liebe es, mir immer wieder den Umsatz anzuschauen. Als wir gerade erst angefangen hatten, sagten wir bei jeder neuen Transaktion: Da ist wieder ein Mollie!“ Sollte einmal ein Fehler auftreten, weiß man bei Vedder&Vedder sofort Bescheid. Anne: „Am Wochenende nach Black Friday war nicht klar, ob alle Bestellungen bezahlt waren. Wir hatten ein ganzes Team von Goldschmiedinnen, die nicht weiterarbeiten konnten. Also habe ich wütende E-Mails versandt und den Kundenservice angerufen.”

Was dann geschah, war wahrlich überraschend für die beiden Geschäftsführerinnen.

“Noch am Sonntagmorgen erhielt ich einen Rückruf von Adriaan Mol (Gründer von Mollie). Ich habe ihm die Situation erklärt, woraufhin er sich dem Problem persönlich gewidmet hat. Die Tatsache, dass er sich uns selbst annimmt, hat das Band noch verstärkt. Wir sind gut darin, Schmuck herzustellen und zu entwerfen, aber wir sind keine Entwickler. Dank Mollie müssen wir uns um solche Dinge überhaupt keine Sorgen machen, es funktioniert einfach.“

„Bei jeder neuen Transaktion sagten wir: Da ist wieder ein Mollie!“

Anne Vedder Gründerin von Vedder & Vedder

Auswahl und Möglichkeiten sind unbegrenzt

Heidi Klum und Michelle Obama

Dies gibt Vedder&Vedder Zeit, sich voll auf ihr Geschäft zu konzentrieren. Für den Fall, dass eine weitere fantastische Herausforderung auf sie zukommen sollte. „Als uns der Einkäufer des niederländischen Luxus-Kaufhauses ‚De Bijenkorf‘ eine E-Mail schickte, war das eine echte Überraschung. Esther hat nämlich, als sie einige Monate zuvor das Buch ‚The Secret‘ las, noch als Ziel‚ ein Pop-up-Store in ‚De Bijenkorf‘ aufgeschrieben. Als wir diese E-Mail bekamen, dachte sie, ich hätte sie imitiert, um sie zu täuschen. Jetzt haben wir während den Zeiten wichtiger Feiertage wie Weihnachten, Valentinstag und Muttertag Pop-up-Stores im ganzen Land. Dort können Kunden live sehen, wie ihr Schmuck hergestellt wird. ‚De Bijenkorf‘ erhält einen Prozentsatz von dem, was wir verkaufen, sodass wir es hauptsächlich für die Markenbekanntheit tun. Denn viele Menschen denken, wenn ihr Produkt bei ‚De Bijenkorf‘ verkauft wird, handelt es sich um eine gute Marke.”

Es ist herrlich zu sehen, dass der Andrang von Jahr zu Jahr zunimmt. Es kommt zu echten Warteschlangen, sodass wir uns fragen, ob wir nicht doch selbst einen Laden eröffnen sollten. Aber unser Fokus bleibt der Online-Verkauf. Im Jahr 2020 wollen wir auch den deutschen Markt erobern.“ Auf die Frage, wovon die Schwestern heute noch träumen … Esther: „Wir wollen versuchen, personalisierten Schmuck auch nach Deutschland zu versenden. Heidi Klum wäre fantastisch. Und wenn wir jemals in die USA gehen, wäre Michelle Obama die perfekte Frau für Vedder&Vedder.“

Startklar? Erstellen Sie einen Account oder kontaktieren Sie uns.

“Als wir uns auf die Suche nach dem passenden Zahlungsdienstleister machten, war klar, wir brauchen eine internationale Lösung.” — Émilien, Cabaïa