Wie lange dauert eine Banküberweisung?

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Nick Knuppe
Head of Product Marketing
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Die Abläufe der Zahlungsabwicklung nachzuvollziehen, kann ein mühsames Unterfangen sein. Das gilt insbesondere bezüglich der erforderlichen Zeit für den Abschluss von Überweisungen. Generell hängt der Zeitrahmen für eine Überweisung vor allem davon ab, wo sich der Empfänger befindet. Wie lange eine Überweisung aber tatsächlich braucht, um verbucht zu werden, wird von mehreren Faktoren beeinflusst.

Je nachdem, ob es sich um eine elektronische Überweisung, eine interne Überweisung, eine externe Überweisung oder eine SEPA-Überweisung handelt, können Überweisungen mehrere Tage dauern oder mit höheren Gebühren verbunden sein. In diesem Artikel gehen wir darauf ein, warum es überhaupt verschiedene Arten von Überweisungen gibt und was jede von ihnen für Ihre Überweisungsabwicklung und Ihren Cashflow bedeuten kann.

Was ist eine Banküberweisung?

Eine Banküberweisung ist ein Zahlungsvorgang, bei dem Geld von einem Bankkonto auf ein anderes überwiesen wird. Wie lange eine Überweisung dauert, hängt davon ab, ob es sich um eine interne oder externe Überweisung handelt. Daran entscheidet sich auch, welche Informationen benötigt werden und welche Gebühren anfallen.

Interne Überweisungen: Das überweisende und das empfangende Konto befinden sich bei dem gleichen Finanzinstitut und beide gehören derselben Person oder Organisation.

Externe Überweisungen: Das empfangende Konto gehört nicht demselben Kontoinhaber wie das Konto, von dem überwiesen wird.

Zeitablauf von Überweisungen

Finanzinstitute (FI) kontrollieren ihre internen Überweisungen. Wenn Sie Geld von einem Konto auf ein anderes innerhalb des gleichen Finanzinstituts überweisen, hängen die anfallenden Gebühren und die Bearbeitungszeit von den Vorgaben des jeweiligen Finanzinstituts ab. Das Finanzinstitut entscheidet auch, ob Überweisungen auf Konten bei anderen Bankinstituten als interne oder externe Überweisungen eingestuft werden.

Externe Überweisungen lassen sich in folgende Kategorien unterteilen:

  • National

  • Regional

  • International

Nationale Banküberweisungen

Die meisten Länder verfügen über ein inländisches Zahlungsverkehrssystem.

In den Vereinigten Staaten heißt dieses ACH, im Vereinigten Königreich BACS. Kanada, Neuseeland und Australien haben ebenfalls eigene Bezeichnungen für ihre jeweiligen Abwicklungssysteme.

Regionale Banküberweisungen

Ein gutes Beispiel für regionale Zahlungsverarbeitung ist das SEPA-System der EU, welches entwickelt wurde, um grenzüberschreitende Zahlungen in Euro zu erleichtern. Das System bietet C2C-, B2C- und B2B-Zahlungsprodukte.

SEPA bietet den Einwohnern der teilnehmenden Länder zwei Methoden zur Abwicklung von Transaktionen.

  • SEPA-Überweisung: Ermöglicht es Kunden und Unternehmen, Überweisungen in der Regel noch am selben Tag durchzuführen.

  • SEPA-Lastschriftverfahren: Ermöglicht es Kunden und Unternehmen, Lastschriftzahlungen innerhalb von zwei Tagen vorzunehmen.

Für das Verfahren „Lastschrift“ gibt es zwei Optionen: „Core Direct Debit“ richtet sich an Privat- und Einzelhandelskunden, während „B2B Direct Debit“ Transaktionen von Unternehmen zu Unternehmen (B2B) ermöglicht. Nicht alle Finanzinstitute bieten ihren Kunden eine B2B-Option an, da die Teilnahme am SEPA-Verfahren nicht verpflichtend vorgeschrieben ist.

Regionale Zahlungssysteme wie SEPA ermöglichen den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr, ohne dass interne Transaktionsgebühren anfallen. Die Kosten für eine regionale Überweisung sollten die gleichen sein wie für eine Inlandsüberweisung; das jeweilige Finanzinstitut bestimmt jedoch die Gebühr pro Transaktion.

Internationale Banküberweisungen (oder „elektronische Überweisungen“)

Der übliche Zeitrahmen für internationale Banküberweisungen beträgt zwischen einem und vier Werktagen.

Internationale Bank-zu-Bank-Überweisungen werden häufig auch als „elektronische Überweisungen“ bezeichnet. Seit 1973 werden elektronische Überweisungen ausschließlich von SWIFT abgewickelt. Privatpersonen können über Anbieter wie Western Union, Revolut oder Wise Geld überweisen, ohne die Dienstleistungen einer Bank in Anspruch nehmen zu müssen.

Finanzinstitute, die SWIFT-Überweisungen anbieten, können für ein- und ausgehende Überweisungen Gebühren erheben. Wenn eine Währungsumrechnung erforderlich ist, können sie dafür einen Prozentsatz des Transaktionsbetrags in Rechnung stellen.

Bei der Deutschen Bank beispielsweise betragen die Überweisungsgebühren etwa 1,5 % des Gesamtbetrags plus 25 €, wenn zudem eine zwischengeschaltete Bank beteiligt ist. Die oder der Überweisende und die Empfängerin oder der Empfänger können sich die Gebühren teilen, oder die bzw. der Überweisende zahlt diese in vollem Umfang.

Zusätzlich zu den Gebühren sind für eine Überweisung der Name der Empfängerin oder des Empfängers, die IBAN, eine Bankleitzahl, ein SWIFT-Code, die Währung sowie Angaben zu Adresse, Bank und Kontodaten der Empfängerin oder des Empfängers erforderlich.

Wie lange es dauert, bis eine Überweisung auf dem Konto der Empfängerin oder des Empfängers eingeht, kann sehr unterschiedlich sein und hängt davon ab, welche Länder und welche Währungen beteiligt sind und welche Bank gegebenenfalls zwischengeschaltet ist.

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