Wer auf der Suche nach dem passenden Payment Service Provider für seinen Onlineshop ist, sollte sich im Vorhinein mit diesen Fragen auseinandersetzen.
Welche Zahlungsmethoden sind wichtig für meinen Onlineshop?
Sind die Bezahlmethoden sicher?
Welche Kosten erhebt der Zahlungsdienstleister?
Welche Leistungen sind im PSP-Angebot inbegriffen?
1. Welche Zahlungsmethoden sind wichtig für den Onlineshop?
Es gilt zunächst herauszufinden, welche Zahlungsart die präferierte Methode der Zielgruppe ist. So lassen sich am besten die Preise der verschiedenen Payment Service Provider für die gewünschten Integrationen vergleichen. Dabei ist der internationale Handel zu berücksichtigen. Ist eine Auslieferung der Waren ins Ausland geplant, empfiehlt es sich, die passenden Zahlungsoptionen anzubieten. Mit einer bekannten Zahlungsmethode bauen Kund:innen direkt Vertrauen zum Webshop auf und sind eher bereit, einen Kauf abzuschließen. So gehören z. B. in den folgenden Ländern diese Zahlungsmethoden zu den am häufigsten genutzten im E-Commerce:

2. Sind die Bezahlmethoden sicher?
Händler:innen sind dazu verpflichtet, die Daten ihrer Kund:innen zu schützen. Das bedeutet nicht nur, bestimmte Maßnahmen zur Webshop-Sicherheit umzusetzen. Sie müssen auch sicherstellen, dass die Datenverarbeitung durch Dritte DSGVO-konform abläuft. Daher ist es wichtig, bei der Suche nach einem PSP darauf zu achten, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt. Dies lässt sich z. B. an folgenden Merkmalen erkennen:
Ein seriöser Zahlungsdienstleister gestaltet die Transaktionen zwischen Händler:in und Kund:in transparent und nachvollziehbar.
Das Unternehmen wird von der jeweiligen nationalen Aufsichtsbehörde überwacht – in Deutschland z. B. von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
Der Payment Service Provider hält die geltenden Gesetze zum Datenschutz ein und verfügt über die notwendigen Zertifizierungen für sichere Zahlungen wie PCI-DSS.
3. Welche Kosten erhebt der Zahlungsdienstleister?
Bei der Prüfung der Kosten für den PSP ist vor allem darauf zu achten, dass es keine versteckten Gebühren gibt. Daher gilt es, Folgendes herauszufinden:
Wie hoch ist die einmalige Einrichtungsgebühr?
Gibt es monatliche Fixkosten?
Was kostet die Zahlungsmethode pro Transaktion?
Fallen Kosten für die Stornierung einer Transaktion an?
Zudem empfiehlt es sich, auf den Einbehaltungszeitraum zu achten. Manche Payment Service Provider leiten die Zahlung nicht unmittelbar an die Händlerin oder den Händler weiter, sondern behalten den Rechnungsbetrag zunächst mehrere Tage oder sogar Wochen ein.
4. Welche Leistungen sind im PSP-Angebot inbegriffen?
Neben dem Preismodell für die PSP-Zahlung spielen die inkludierten Leistungen sowie die Handhabung der Funktionen eine große Rolle. Achten Sie z. B. auf folgende Aspekte:
Übersichtlich und umfangreich: Bietet der Payment Service Provider eine übersichtliche Plattform für alle Transaktionen an? Lassen sich auch Abonnements und Micropayments einfach abwickeln, z. B., kann der PSP wiederkehrende Zahlungen organisieren?
Einfach und flexibel: Wie leicht lassen sich die Bezahlmethoden integrieren? Mit welchen Shopsystemen sind die Anwendungen kompatibel? Ist es möglich, weitere Zahlungsarten zu einem späteren Zeitpunkt unkompliziert hinzuzufügen?
Sicher und hilfreich: Gibt es eine Echtzeitüberprüfung, beispielsweise der Bonität? Werden rechtliche Schritte bei Zahlungsversäumnissen eingeleitet? Gibt es einen Support bei Fragen oder Problemen?
Es empfiehlt sich, die jeweils angebotenen Dienstleistungen genau zu vergleichen, bevor sich Onlinehändler für einen Payment Service Provider entscheiden.