SWIFT-Code und BIC einfach erklärt

Familie & Finanzen: So gehen Familien in Deutschland mit Geld umFamilie & Finanzen: So gehen Familien in Deutschland mit Geld um
Iryna Agieieva
Head of Product - Payments
Product Lead. Datengetrieben und mit Leidenschaft für Zahlungslösungen.

Wer international Geld senden oder empfangen möchte, kommt um die Verwendung von einem SWIFT-Code und BIC-Code nicht herum. Die standardisierten Codes dienen der weltweiten Identifikation von Banken untereinander. Erfahren Sie jetzt, woraus sich der SWIFT-Code zusammensetzt, wie er sich vom BIC-Code unterscheidet und wann er verwendet wird.

Was ist ein SWIFT-Code?

SWIFT ist die Abkürzung für Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunications und steht für eine Organisation, die sich mit der internationalen Telekommunikation zwischen Banken beschäftigt. Der SWIFT-Code ist ein acht bis 11 Zeichen langer Code, der sich nach standardisierten Regeln zusammensetzt. Da er den Geldtransfer zwischen Banken leichter gestaltet, wird er neben internationalen Überweisungen auch für SEPA-Zahlungen verwendet.

Woraus setzt sich der SWIFT-Code zusammen?

Die Zahlenfolge des SWIFT-Codes setzt sich aus vier einzelnen Identifikationsnummern zusammen: dem Bankcode, dem Ländercode, dem Ortscode und dem Filialcode.

Für ein besseres Verständnis, hier ein Beispiel: Der SWIFT-Code der Deutschen Bank lautet DEUTDEFFXXX. So setzt er sich zusammen:

  • Bankcode: In der Regel ist dieser Part des Codes eine Abkürzung des Namens der Bank, z. B. DEUT für die Deutsche Bank.

  • Ländercode: Der Ländercode beschreibt das Land, in welchem die Bank ihren Sitz hat (DE).

  • Ortscode: In diesem Codeabschnitt wird die Region beschrieben, in der die Bank ansässig ist.

  • Filialcode: Diese Ziffern stehen für die Filiale der Bank.

Da viele Banken, wie auch die Deutsche Bank, über mehrere SWIFT-Codes verfügen, sollte bei einer Zahlung immer darauf geachtet werden, welcher Code speziell benötigt wird. Im Zweifelsfall ist beispielsweise auf einer EC-Karte nachzuschauen oder bei der entsprechenden Bank nachzufragen.

Wie unterscheiden sich SWIFT-Code und BIC-Code?

SWIFT-Code und BIC werden häufig als Synonyme verwendet. BIC ist die Abkürzung für Bank Identifier Code. Genau genommen beschreibt SWIFT das Telekommunikationssystem zwischen den Banken und BIC ist der Code zur Nutzung ebendieses Systems. Die Ziffernfolge von SWIFT-Code und BIC unterscheiden sich allerdings nicht. Häufig wird der BIC als BIC-Code bezeichnet, was aufgrund der ausgeschriebenen Version der Abkürzung redundant ist.

Wo finde ich BIC und SWIFT-Code?

Für die Ausführung internationaler Zahlungen sind die Angabe von BIC und SWIFT-Code erforderlich. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, den BIC seiner Bank herauszufinden:

  • Kontoauszug oder Bankkarte überprüfen: Der einfachste Weg den BIC herauszufinden geht über einen Blick auf die EC-Karte oder einen Kontoauszug. Alternativ lässt sich der SWIFT-Code auch im Online-Banking nachschauen.

  • Auf der Website der Bank nachlesen: Der SWIFT-Code ist auf der Internetseite der jeweiligen Bank zu finden. Wichtig bei der Recherche ist es, die richtige Filiale auszuwählen, um Fehler zu vermeiden.

  • Bank kontaktieren: Im Zweifelsfall sorgt ein Anruf bei der Bank für Abhilfe, der Kundenservice stellt alle wichtigen Informationen zur Verfügung.

Die Angabe des korrekten BICs ist nicht nur beim Empfangen von Geld, sondern auch beim Versenden besonders wichtig, um fehlgeleitete Zahlungen zu vermeiden.

Wie viel kosten internationale SWIFT-Zahlungen?

Die Kosten für eine internationale SWIFT-Zahlung fallen unterschiedlich hoch aus. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei SWIFT um eine Organisation. Diese ist als Genossenschaft einzuordnen, dessen Mitglieder jährlich Gebühren zahlen. Die Banken wälzen als Mitglieder die Kosten der SWIFT-Genossenschaft auf die Kunden ab, wenn diese internationale Zahlungen tätigen. Die Höhe einer SWIFT-Zahlung ist somit abhängig von den Gebühren, die die jeweiligen Banken festlegen.

Sind Auslandsüberweisungen immer kostenpflichtig?

Überweisungen im SEPA-Zahlungsraum sind in der Regel kostenlos. Dieser umfasst den Europäischen Wirtschaftsraum. Bei Zahlungen außerhalb des SEPA-Raumes können zusätzlich zu den SWIFT-Gebühren außerdem Fremdwährungsgebühren oder Wechselkursgebühren anfallen. 

Wie unterscheiden sich SWIFT-Code und IBAN?

Der grundlegende Unterschied zwischen SWIFT-Code/ BIC und IBAN ist, dass die IBAN anstelle der internationalen Identifikation von Banken, der Identifikation von einzelnen Bankkonten dient. IBAN steht für International Bank Account Number und hilft bei der Unterscheidung verschiedener Bankkonten eines Finanzunternehmens. Soll also eine internationale Zahlung getätigt werden, dient der BIC zur Identifikation der Bank und die IBAN zur Identifikation des Kontos innerhalb dieser Bank. Demzufolge sind beide Codes für den Geldtransfer erforderlich.

Warum benötigt mein Unternehmen ein internationales Zahlungssystem?

In einer global vernetzten Wirtschaft ist es wettbewerbsrelevant für Onlinehändler, den Bestellvorgang reibungslos und ohne Hürden für die Kunden zu gestalten. Aus diesem Grund ist ein internationales Zahlungssystem im E-Commerce unabdingbar. Mit einem Zahlungssystem, das internationale Geldtransfers ermöglicht, handeln Onlinehändler ganz im Sinne von Unified Commerce und verbessern so die Kauferfahrung ihrer Kunden. Mit dem großen weltweiten Nachfragezuwachs im Onlineshopping eröffnen internationale Zahlungsoptionen Händlern neue Türen zum Erfolg. 

Die Zusammenarbeit mit einem Payment-Service-Provider macht es Händlern einfacher, nationale und internationale Transaktionen sicher und kostengünstig abzuwickeln. 

Diese Vorteile hat eine Zusammenarbeit mit Mollie als Zahlungsdienstleister:

  • Viele sichere Zahlungsmethoden kombiniert in einer Integration

  • International anerkannte Zahlungsarten

  • Alle Zahlungen übersichtlich auf dem Dashboard – ganz egal ob internationale oder nationale Zahlung

  • Kosteneinsparungen gegenüber Einzelverträgen mit verschiedenen Zahlungsanbietern

Fazit

SWIFT-Codes und BIC sind als Synonym zu verwenden und bezeichnen einen international standardisierten Identifikationscode für Banken. Dieser ist beim Empfangen oder Senden von Zahlungen an Bankkonten in andere Länder anzugeben und setzt sich aus vier einzelnen Code-Abschnitten zusammen.

Onlinehändler, die Kunden internationale E-Payment-Verfahren anbieten, verbessern dadurch die Kauferfahrung und können somit bessere Conversion-Rates erreichen. Mollie unterstützt Unternehmen mit einer praktischen Integration dabei, im E-Commerce erfolgreich zu sein.

Mit Mollie die richtige Zahlungsmethode auswählen
Konto erstellen