Wie der richtige WooCommerce-Checkout-Prozess dabei hilft, Ihren Umsatz zu steigern

Wie der richtige WooCommerce-Checkout-Prozess dabei hilft, Ihren Umsatz zu steigern | MollieWie der richtige WooCommerce-Checkout-Prozess dabei hilft, Ihren Umsatz zu steigern | Mollie
Kristina Schmitz
Marketing Manager DACH
Marketing Expertin im internationalen E-Commerce & Payments

Viele Unternehmen nutzen für ihren Onlineshop das freie Wordpress-Plugin WooCommerce. Der Checkout-Prozess gilt als einer der wichtigsten Bestandteile, denn er ist die letzte Hürde, bevor Besucher zu Kunden werden. Die grundsätzlichen Einstellungen sowie die Vielzahl verschiedenster kostenloser und kostenpflichtiger Plugins helfen dabei, den Checkout-Prozess bei WooCommerce nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten. Mit den richtigen Erweiterungen lässt sich der WooCommerce-Checkout-Prozess anpassen und verbessern. So holen Sie noch mehr aus Ihrem Webshop heraus.

Das braucht Ihr WooCommerce-Onlineshop, um erfolgreich zu sein

Haben Sie Ihren Onlineshop mithilfe des WooCommerce-Plugins erstellt, empfiehlt es sich, auf zusätzliche Erweiterungen zuzugreifen, um den Shop zu optimieren. Dabei gilt es, die weiteren Plugins stets so zu wählen, dass sie perfekt auf die Bedürfnisse der Kunden und die Intention des Shops zugeschnitten sind. Folgende Unterseiten legt WooCommerce standardmäßig nach dem Herunterladen des Plugins an: 

  • Shop mit Übersicht über die Produkte

  • Warenkorb

  • Kasse

  • Kundenkonto mit der Bestellübersicht 

Ist der Onlineshop mit aussagekräftigen Produktbeschreibungen und hochwertigen Fotos ansprechend gestaltet und genug Besucher gelangen auf die Seite, aber der Umsatz und die Verkaufszahlen stimmen trotzdem nicht? In diesem Fall gilt es, einen genauen Blick auf den WooCommerce-Checkout-Prozess zu werfen. 

Vor allem das Design der WooCommerce-Checkout-Seite ist nach der ersten Einrichtung des Plugins einfach gehalten. Sie enthält die grundlegenden Informationen der Kunden und notwendige Details, um die Bestellung abzuschließen. Dazu gehören der Name, die Kontaktdaten und Daten zur Bestellung. Erste Optimierungen lassen sich in den WooCommerce Checkout Fields und Templates vornehmen. An dieser Stelle können Onlineshop-Händler unter anderem beim WooCommerce Checkout die Shipping-Optionen festlegen. Diese Grundeinstellungen tragen jedoch noch nicht maßgeblich dazu bei, Conversions zu erhöhen oder die Abbruchrate zu senken. Hier gilt es, mit individuellen Einstellungen und Erweiterungen in Form von Plugins noch mehr aus dem Webshop herauszuholen.

Das erwarten Ihre Kunden in der Buyer's Journey: von der Awareness bis zum Checkout mit WooCommerce

Auf dem Weg zur Kaufentscheidung durchlaufen Käufer verschiedene Phasen. Um diesen Entscheidungsprozess zu verstehen, hilft es in erster Linie, die Kunden gut zu kennen. Die typische Buyer’s Journey von Onlineshoppern beginnt mit der Erkenntnis, dass sie ein bestimmtes Produkt benötigen. Sie suchen danach im Internet und holen konkrete Informationen ein. Dafür sehen sie sich Bewertungen und Erfahrungsberichte anderer Kunden und Produktvergleiche an, um das Angebot einzugrenzen. Fällt die Entscheidung für einen Anbieter, prüfen Interessenten diese Aspekte in einem Onlineshop:

  • Versand- und Rückgabebedingungen

  • Vertrauens- und Sicherheitsindikatoren

  • Bezahloptionen

Der Checkout-Prozess ist also einer der wichtigsten Schritte in der Buyer’s Journey von Onlineshoppern und entscheidend dafür, ob sie den Kauf in einem Webshop abschließen oder den Warenkorb zurücklassen. Daher ist es wichtig, den WooCommerce Checkout anzupassen.

So beeinflusst der WooCommerce-Checkout-Prozess Ihre Conversion

Dies sind die häufigsten Gründe, aus denen Kunden ihren Kauf im Warenkorb abbrechen:

  • Sie sind noch nicht bereit zu kaufen.

  • Sie müssen einen neuen Nutzer-Account anlegen.

  • Es fallen unerwartete Lieferkosten an.

  • Sie haben Bedenken hinsichtlich der Zahlungssicherheit.

  • Die gewünschte Zahlungsmethode fehlt.

  • Sie haben eine schlechte User Experience.

Es gibt also mehrere Hürden, an denen der WooCommerce Checkout scheitern könnte. Mit den richtigen WooCommerce-Checkout-Optionen und Plugins lässt sich dies allerdings verhindern. 

Zunächst gilt es, den WooCommerce Checkout anzupassen und die Zahlungsoptionen einfach und übersichtlich zu gestalten. Dabei sind Aufbau und Funktionen von den jeweiligen Themes und Oberflächendesigns abhängig. 

Diese 7 Tipps helfen dabei, einen gelungenen Checkout anzubieten:

  1. Bieten Sie eine schnelle Kaufabwicklung an.

  2. Erleichtern Sie Ihren Kunden den Bezahlprozess.

  3. Ermöglichen Sie als Gast oder als registrierter Nutzer zu bestellen.

  4. Gewähren Sie einen unkomplizierten Login.

  5. Sorgen Sie dafür, dass möglichst alle beliebten Zahlungsmethoden verfügbar sind.

  6. Implementieren Sie visuelle Sicherheitshinweise bzgl. der Zahlungsmöglichkeiten.

  7. Bieten Sie eine Reihe an Versandoptionen an, darunter eine kostenfreie Lieferung, Sendungsverfolgung und mehrere Paketdienste.

Die besten WooCommerce-Checkout-Plugins

Da der Checkout einer der wichtigsten Bereiche im Webshop darstellt, sollte die Wahl der Plugins gut überlegt sein. Dabei gilt es einerseits, den Prozess für die Kunden so angenehm wie möglich zu gestalten, und andererseits, ihn der Seite und dem Produkt anzupassen. Plugins für den WooCommerce Checkout erfüllen unterschiedliche Funktionen, u. a. 

  • Verhindern von Kaufabbrüchen, z. B. mit dem WooCommerce Checkout Field Editor

  • Vereinfachen von Zahlungsvorgängen, z. B. mit WooCommerce Direct Checkout

  • Integrieren von Bonusprogrammen, z. B. mit WooCommerce Points and Rewards

  • Steigern der Kundenzufriedenheit, z. B. mit dem WooCommerce Live Chat

Dies sind einige der besten WooCommerce-Checkout-Plugins:

WooCommerce Checkout Field Editor: Mithilfe dieser Erweiterung lassen sich benutzerdefinierte Felder im Checkout-Prozess hinzufügen und per Drag and Drop auf der Seite individuell anordnen. 

WooCommerce Direct Checkout: Dieses Plugin sorgt für einen beschleunigten Bezahlvorgang durch das Überspringen des Einkaufwagens. Kunden gelangen von der Produktseite direkt zum Checkout.

WooCommerce Boost Sales: Hierbei handelt es sich um ein beliebtes WooCommerce Cross-Sell Plugin für den Checkout. Es schlägt weitere Produkte vor, die den ausgewählten Artikel ergänzen oder besonders gut zu ihm passen.

WooCommerce Multistep Checkout: Dieses Plugin teilt den Checkout-Prozess in mehrere, separate Schritte auf. Dabei lassen sich ebenfalls verschiedene Layouts verwenden.

WooCommerce Abandoned Cart E-mail Reminder: Liegen Waren bereits im Warenkorb und haben die Kunden die Seite dennoch verlassen, greift dieses hilfreiche Plugin. Mit der Erweiterung lassen sich Follow-up-E-Mails an Kunden senden, die z. B. noch mit zusätzlichen Gutscheinen bestückt werden können.

Mit dem richtigen Zahlungsangebot den WooCommerce-Checkout-Prozess verbessern

Viele Kunden brechen einen Kaufvorgang ab, wenn ihre gewünschte Zahlungsoption bei WooCommerce, z. B. PayPal oder Klarna, nicht verfügbar ist. Zudem haben sie größeres Vertrauen in Onlineshops, die mehrere Zahloptionen anbieten. Doch auch der Sicherheitsaspekt spielt eine Rolle. Es ist also nicht nur wichtig, in den WooCommerce-Checkout-Prozess möglichst viele Bezahlmöglichkeiten einzubinden. Es ist darüber hinaus wichtig, diese Bezahlmethoden sicher anzubieten und visuelle Hinweise auf deren Vertrauenswürdigkeit anzuzeigen. 

Zu den beliebten Zahlungsmethoden in Deutschland gehören:

Wie die richtigen Zahlungsgateways dabei helfen, Kaufabbrüche zu verhindern

Ein Zahlungsgateway ist, stark vereinfacht ausgedrückt, die Anbindung eines Onlineshops an ein Bankkonto. Es ist demnach die Schnittstelle zwischen einem Händler und der Bank bzw. dem Kreditkartenanbieter. Dabei wird zwischen umleitenden und direkten Gateways im WooCommerce-Checkout-Prozess unterschieden. Ein Umleitungsgateway führt Kunden auf eine externe Seite, um zu bezahlen. Direkte Gateways wickeln Bezahlungen hingegen auf der Website ab. Diese Art kommt in der Regel besser an und wirkt vertrauenswürdiger, da Kunden den eigentlichen Shop nicht verlassen müssen. 

WooCommerce bietet nach der Installation standardmäßig die Bezahloptionen Banküberweisung, Scheckzahlungen, Zahlungen per Nachnahme und PayPal an. Da einige beliebte Zahlungsoptionen fehlen, sind weitere zusätzliche Zahlungsgateways zu empfehlen. Vertrauenswürdige Unternehmen zu nutzen, die viele Käufer bereits kennen, verhindert dabei eine hohe Absprungrate. Um weitere Kaufabbrüche zu verhindern, gilt es, Zahlungsgateways zu wählen, die Transaktionen mit möglichst vielen Ländern abdecken. Generell sollte vor der Implementierung der Zahlungsoptionen auch geprüft werden, wo die Mehrheit der Käufer ansässig ist und womit in diesen Ländern am liebsten bezahlt wird. Mehrere, aufeinander abgestimmte Gateways im WooCommerce-Checkout-Prozess zu nutzen, ist die beste Lösung, um möglichst viele Kunden und alle Bedürfnisse abzudecken.

Mollies Tipps für WooCommerce-Händler

Der Checkout-Prozess zählt zu den wichtigsten Bereichen eines Onlineshops und hat maßgeblich Auswirkungen auf seine Conversions. Mit den richtigen Plugins und Erweiterungen lässt sich der WooCommerce-Checkout so optimieren, dass Kunden ihren begonnen Einkauf auch zum Abschluss bringen. 

Mollie ist einer der führenden Zahlungsdienstleister für Online-Zahlungen und bietet mit dem Plugin Mollie Payments eine nützliche Erweiterung für den WooCommerce-Checkout-Prozess. Diese integriert alle wichtigen Zahlungsmethoden in WooCommerce, darunter PayPal, Klarna, internationale Kreditkartenanbieter (u. a. VISA, Mastercard), SEPA-Lastschriftverfahren oder SOFORT Banking.

Q&A mit Dennis Nissle von vendidero

Mollie hat den Experten Dennis Nissle von vendidero dazu befragt, wie Unternehmen WooCommerce richtig einsetzen können, um mehr Conversion zu erzielen und Kunden ein sicheres Einkaufserlebnis zu ermöglichen. Vendidero steckt hinter der Entwicklung des bekannten WooCommerce Plugins Germanized. Finden Sie in unseren FAQs alle Infos rund um E-Commerce mit WooCommerce.

Warum ist WooCommerce das richtige Shopsystem für Unternehmen?

WordPress ist eigentlich ein reines Blog-CMS, das sich mittels WooCommerce auch als Shopsystem nutzen lässt. Dennoch muss es, anders als bei SaaS-Lösungen, individuell aufgesetzt werden. Grundsätzlich haben beide Welten ihre Daseinsberechtigung. Es gilt jedoch nicht die Abhängigkeiten zu vergessen, die bei typischen SaaS-Lösungen entstehen. Sowohl die Kundendaten des Shops als auch das Layout und die Funktionalität sind Teil der SaaS-Lösung. Entscheiden sich Betreiber nachträglich gegen die Nutzung, ist fraglich, ob und wie sie an die Daten kommen, die ein Kernpunkt der Unternehmung sind. Natürlich ist es auch eine Kostenfrage: Bei einer professionellen Umsetzung ist die Anfangsinvestition gegebenenfalls höher, die laufenden Kosten dafür deutlich geringer. Zuletzt ist die Anpassbarkeit anzusprechen: 

WooCommerce ist eine Open-Source-Lösung, mit der man machen kann, was man will. Alles lässt sich über Hooks und Filter anpassen. Das ist bei SaaS-Lösungen nicht der Fall.

Für welche Branchen ist WooCommerce besonders geeignet?

Bezüglich der Branchen gibt es keine Einschränkungen. Jeder Shop lässt sich mit WooCommerce umsetzen.

Worauf sollten Händler in Deutschland achten, damit ihr Geschäft den deutschen Vorschriften entspricht?

Das hängt in erster Linie stark vom Geschäftsmodell des jeweiligen Shops ab, aber die Umsetzung der Vorgaben zur Button-Lösung ist immer noch ein großes Thema. Hier stehen die Vorstellungen der Shopbetreiber an die Optik und Übersichtlichkeit der Kasse oftmals in Konflikt mit den rechtlichen Vorgaben. Da der deutsche Markt sehr speziell ist und verhältnismäßig starken rechtlichen Regulationen zum Schutz der Verbraucher unterliegt, empfiehlt sich die Anwendung eines geeigneten Plugins. Hier setzt das Plugin Germanized an. Es erweitert WooCommerce um für den deutschen Markt wichtige Funktionalitäten und sorgt so für eine höhere Conversion und weniger Kaufabbrüche.

Was sollten Einsteiger beachten, um ihren Kunden eine erfolgreiche User-Journey zu gewährleisten und gleichzeitig im rechtlichen Rahmen zu bleiben?

Keep it simple: Viele Anfänger überladen ihren Shop mit einem umfangreichen Click-and-Built-Theme und Pagebuildern. Das führt häufig dazu, dass sowohl die Umsetzung der rechtlichen Rahmenbedingungen als auch die User Experience leiden. Für einen einfachen Shop eignet sich das von WooCommerce mitgelieferte Theme Storefront oder das Astra Theme. Wächst der Shop, empfiehlt es sich, eine individuelle Lösung zu finden oder auf Basis eines gut strukturierten Theme-Frameworks zu arbeiten.

Wie schlägt sich WooCommerce beim Thema Rechtssicherheit und Abmahnrisiko?

Ist eine Lösung für den deutschen Markt wie Germanized installiert, besteht bei WooCommerce kein höheres Abmahnrisiko als bei anderen Shop-Systemen. Im Zweifel nimmt der Händlerbund eine Tiefenprüfung des Shops vor. Außerdem gibt es Versicherungen gegen diese Risiken.

Wird sich WooCommerce als Shopsystem in Zukunft bewähren?

Die Voraussetzungen für WooCommerce sind gut – das Plugin wird kontinuierlich weiterentwickelt und WordPress hat eine sehr große Verbreitung. Auch das Ökosystem um WooCommerce herum, also die Themes und Plugins, wächst stetig. Dennoch gibt es Risiken, z. B. die Marktmacht von Amazon und Co., die es kleineren Händlern schwer macht, sich zu behaupten. Ich denke und hoffe, dass es auch in Zukunft ein funktionierendes Netz verschiedener, unabhängiger Anbieter gibt und das Open Internet Bestand hat.

Mit dem richtigen WooCommerce-Checkout-Prozess steigern Sie die Conversion in Ihrem Onlineshop und verhindern Kaufabbrüche. Mollie Payments unterstützt Sie dabei mit einem anwenderfreundlichen Plugin, das eine Vielzahl lokaler und alternativer Zahlungsmethoden bietet.

WooCommerce Plugins von Mollie entdecken
Mehr erfahren