Payment-KPIs: Die wichtigsten Kennzahlen im Zahlungsprozess

Überblick: Payment-KPIs
Payment-KPIs helfen Händlern, den Erfolg ihrer Zahlungsabwicklung zu messen und Optimierungspotenziale zu identifizieren
Payments Authorization Rate, Payment Acceptance Rate und Payment Conversion Rate besonders wichtig für eine reibungslose Zahlungsabwicklung
Unterschiedliche Geschäftsmodelle haben verschiedene Prioritäten – E-Commerce-Händler optimieren die Conversion Rate
Die Wahl der richtigen Zahlungsmethoden kann Zahlungsausfälle reduzieren und die wichtigsten Payment-KPIs verbessern
Mit Mollie lassen sich Zahlungsprozesse optimieren, sodass Händler ihre KPIs in Echtzeit im Dashboard überwachen und gezielt steigern können
Definition: Was sind Payment-KPIs?
Payment-KPIs (Key Performance Indicators) sind Kennzahlen, die die Effizienz und Erfolgsquote von Online-Zahlungen messen. Sie zeigen, wie viele Zahlungen erfolgreich durchgeführt werden und wo Optimierungspotenziale bestehen.
Auswirkungen auf den Umsatz
Jede nicht erfolgreich abgewickelte Zahlung bedeutet einen potenziell verlorenen Umsatz. Ein Beispiel:
Ausgangslage: Ein Onlineshop hat 10.000 Transaktionen im Monat mit einem durchschnittlichen Bestellwert von 50 Euro, also potenziell 500.000 Euro Umsatz.
Szenario 1: Niedrige Authorization Rate (80 Prozent): 2.000 Zahlungen scheitern → Umsatzverlust: 100.000 Euro.
Szenario 2: Optimierte Authorization Rate (95 Prozent): Nur 500 Zahlungen scheitern → 75.000 Euro mehr Umsatz als mit einer niedrigen Authorization Rate.
Kriterien für Payment-KPIs
Effektive Payment-KPIs müssen SMART sein: spezifisch, messbar, attraktiv, relevant und terminiert. Sie sollten regelmäßig überprüft werden, um Trends frühzeitig zu erkennen und gezielt Optimierungen vorzunehmen.
Zudem müssen sie zu den spezifischen Prozessen eines Unternehmens passen – eine hohe Payment Acceptance Rate ist für Marktplätze wichtig, während E-Commerce-Händler verstärkt die Payment Conversion Rate optimieren. Wer die richtigen KPIs wählt, kann Zahlungsausfälle reduzieren, Umsätze steigern und das Kundenerlebnis verbessern.
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Die wichtigsten Payment-KPIs
Die wesentlichsten Payments-KPIs und ihre Bedeutung auf einen Blick:
Authentification Rate: Anteil der Zahlungen, die erfolgreich authentifiziert wurden.
Authorization Rate: Anteil der Zahlungen, die von der Bank genehmigt wurden.
Acceptance Rate: Anteil der tatsächlich angenommenen Zahlungen.
Conversion Rate: Anteil der erfolgreichen Zahlungen von allen Zahlungsversuchen.
Chargeback Rate: Anteil der Transaktionen, die rückgebucht wurden.
Refund Rate: Anteil der zurückerstatteten Zahlungen.
Fraud Rate: Anteil betrügerischer Zahlungen.
Authentification Rate
Die Payment Authentification Rate misst den Anteil der Transaktionen, die erfolgreich authentifiziert wurden. Ein niedriger Wert dieses Payment-KPIs kann auf Probleme mit 3D Secure oder anderen Sicherheitsverfahren hinweisen.
Beispielrechnung:
1.000 Transaktionen, davon 900 erfolgreiche Authentifizierungen → Authentification Rate = 90 Prozent
Tipp: Die Implementierung von 3D Secure 2 kann helfen, die Payment Authentification Rate zu optimieren.
Authorization Rate
Dieser Payment-KPI zeigt, wie viele Zahlungen von der Bank genehmigt wurden. Eine niedrige Payment Authorization Rate kann durch ungültige Kartendaten oder Limits verursacht werden.
Beispielrechnung:
900 authentifizierte Zahlungen, davon 810 autorisierte Zahlungen → Authorization Rate = 90 Prozent
Acceptance Rate vs. Payment Conversion Rate
Die Payment Acceptance Rate (Annahmequote) und die Payment Conversion Rate sind zwei Payment-KPIs, die oft verwechselt werden. Beide Kennzahlen messen den Erfolg von Zahlungen, jedoch aus unterschiedlichen Perspektiven.
Was ist die Payment Acceptance Rate?
Die Payment Acceptance Rate zeigt den Anteil der tatsächlich angenommenen Zahlungen im Verhältnis zu allen autorisierten Transaktionen. Sie gibt an, wie viele Zahlungen nach der Autorisierung erfolgreich abgewickelt wurden.
Beispielrechnung:
810 authentifizierte Zahlungen, davon 770 autorisierte Zahlungen → Acceptance Rate = 95 Prozent
Was ist die Payment Conversion Rate?
Die Payment Conversion Rate misst, wie viele der gesamten Zahlungsversuche tatsächlich zu einer erfolgreichen Zahlung führen – unabhängig davon, ob eine Zahlung mehrfach versucht wurde.
Beispielrechnung:
1.000 Zahlungsversuche, davon 770 erfolgreich abgeschlossen → Conversion Rate = 77 Prozent
Der Unterschied zwischen den beiden Payment-KPIs
Während die Payment Acceptance Rate zeigt, wie viele autorisierte Zahlungen tatsächlich abgewickelt wurden, gibt die Payment Conversion Rate einen Überblick über den gesamten Zahlungsprozess, einschließlich fehlgeschlagener Versuche.
Beispiel:
Ein Kunde versucht zu zahlen, wird aber zunächst aufgrund von 3D Secure abgelehnt
Beim zweiten Versuch nutzt er eine andere Karte und die Zahlung wird autorisiert
Diese Transaktion zählt in der Payment Acceptance Rate als erfolgreich, aber die Payment Conversion Rate berücksichtigt beide Versuche.
Optimierung der Payment Acceptance und Conversion Rate
Eine niedrige Payment Acceptance Rate kann durch fehlgeschlagene Zahlungen, technische Fehler oder unzureichende Zahlungsmethoden verursacht werden.
Maßnahmen zur Verbesserung:
Mehr Zahlungsmethoden anbieten, um alternative Optionen bereitzustellen
Technische Fehler durch eine zuverlässige Payment-Plattform minimieren
Optimierte Payment Fraud Prevention einsetzen, um legitime Zahlungen nicht fälschlicherweise zu blockieren
Mollie bietet Lösungen, um sowohl die Payment Acceptance Rate als auch die Payment Conversion Rate zu optimieren – für maximale Zahlungsakzeptanz und Umsatzsteigerung.
Weitere Kennzahlen im Zahlungsprozess
Neben den zentralen Payment-KPIs wie Payment Acceptance Rate und Payment Conversion Rate gibt es weitere wichtige Kennzahlen, die Ihnen helfen, Ihre Zahlungsprozesse zu analysieren und zu optimieren. Jede dieser Indikatoren gibt wertvolle Einblicke in die Effizienz Ihrer Transaktionen und mögliche Schwachstellen im Zahlungsprozess.
Cost per Invoice
Die Cost per Invoice misst die durchschnittlichen Kosten pro ausgestellter Rechnung. Dazu zählen Gebühren für Zahlungstransaktionen, Buchhaltungskosten und mögliche Mahngebühren bei verspäteten Buchungen. Eine niedrige Cost per Invoice ist besonders für Unternehmen mit hohem Rechnungsvolumen wichtig, um die Rentabilität zu erhalten.
Payment Processing Cost
Die Payment Processing Cost beschreibt die Gesamtkosten für die Abwicklung von Transaktionen. Dazu gehören Transaktionsgebühren, Kosten für Zahlungsdienstleister und mögliche Währungsumrechnungsgebühren. Eine Reduzierung dieser Kosten durch eine effiziente Zahlungsinfrastruktur kann die Payment Acceptance Rate positiv beeinflussen.
Chargeback Rate
Die Chargeback Rate gibt an, wie viele Transaktionen vom Kunden nachträglich zurückgebucht wurden. Hohe Werte deuten auf potenziellen Betrug oder Unzufriedenheit der Kunden hin. Ein effektives Risikomanagement hilft, die Chargeback Rate niedrig zu halten und somit die allgemeine Annahmequote zu verbessern.
Fraud Rate
Die Fraud Rate misst den Anteil betrügerischer Transaktionen im Verhältnis zur Gesamtanzahl der Zahlungen. Eine hohe Fraud Rate kann zu finanziellen Verlusten führen und das Vertrauen in den Onlineshop beeinträchtigen. Moderne Lösungen zur Payment Fraud Prevention, wie sie von Mollie angeboten werden, helfen dabei, das Betrugsrisiko zu senken und die Sicherheit der Zahlungsabwicklung zu erhöhen.
Refund Rate
Die Refund Rate zeigt den Anteil der erstatteten Zahlungen. Hohe Rückerstattungsraten können auf Probleme wie unzureichende Produktbeschreibungen, lange Lieferzeiten oder eine komplizierte Rückgabepolitik hindeuten. Durch optimierte Prozesse können Sie die Refund Rate reduzieren, was sich positiv auf die Payment Conversion Rate auswirkt.
Average Transaction Value (ATV)
Der Average Transaction Value (ATV) gibt den durchschnittlichen Bestellwert pro Transaktion an. Diese Kennzahl ist besonders wichtig für die Umsatzanalyse und die strategische Preisgestaltung. Eine Optimierung des ATV kann helfen, den Gesamtumsatz zu steigern und die Effizienz der Payment-KPIs zu verbessern.
Zahlungsarten im Vergleich: Die richtige Wahl für Ihr Geschäftsmodell
Die Wahl der richtigen Zahlungsmethoden hat direkten Einfluss auf Ihre Payment-KPIs. Je nach Geschäftsmodell spielen unterschiedliche Kennzahlen eine größere Rolle. Während für einen digitalen Onlineshop die Payment Conversion Rate entscheidend ist, müssen Marktplätze und B2B-Anbieter vor allem auf eine hohe Payment Acceptance Rate achten.
Welche Zahlungsmethode ist die beste für Ihr Geschäftsmodell?
E-Commerce (Mode, Elektronik, Lifestyle)
Ziel: Maximale Payment Conversion Rate
Empfohlene globale Zahlungsmethoden: Apple Pay, Google Pay, PayPal, Kreditkarte
Warum? Schnelle, einfache Bezahlprozesse senken die Abbruchrate im Payment-Checkout.
Abo-Modelle (SaaS, Streaming, Fitness)
Ziel: Hohe Authorization Rate für wiederkehrende Zahlungen
Empfohlene globale Zahlungsmethoden: SEPA-Lastschrift, Kreditkarte, Klarna
Warum? Abbuchungen bei wiederkehrenden Zahlungen für Abo-Modelle müssen zuverlässig funktionieren.
Omnichannel-Händler (Online & physischer Store)
Ziel: Hohe Payment Acceptance Rate und flexible Bezahloptionen
Empfohlene globale Zahlungsmethoden: Apple Pay, Google Pay, PayPal, Kreditkarte
Warum? Kunden erwarten eine nahtlose Bezahlung über verschiedene Kanäle hinweg.
Marktplätze & Plattformen
Ziel: Hohe Payment Acceptance Rate und sicheres Payment Routing
Empfohlene Zahlungsmethoden: PayPal, Klarna, SEPA-Lastschrift
Warum? Mehrere Zahlungsströme müssen zuverlässig und sicher abgewickelt werden.
B2B & Großhandel
Ziel: Hohe Autorisierungsrate & niedrige Rückbelastungsquote
Empfohlene globale Zahlungsmethoden: SEPA-Lastschrift, Kreditkarte, Billie
Warum? Große Transaktionsbeträge erfordern sichere und zuverlässige Zahlungsarten.
Payment-KPIs optimieren mit Mollie
Mollie bietet verschiedene Lösungen zur Verbesserung Ihrer Payment-KPIs:
Bessere Authorization Rate durch optimierte Routing-Mechanismen
Höhere Acceptance Rate durch diverse Zahlungsmethoden
Niedrigere Chargeback Rate durch intelligente Betrugsprävention
Höhere Conversion Rate durch nahtlosen Payment Checkout
Praxisbeispiel: Das Kosmetikunternehmen Respire konnte mit Mollies Acceptance & Risk Tool seine Conversion Rate um 14,5 Prozent steigern und gescheiterte Transaktionen um 3 Prozent zu reduzieren.
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Warum unterscheiden sich die Payment-KPIs je nach Land?
Zahlungsgewohnheiten und regulatorische Vorgaben variieren je nach Land. In den Niederlanden dominiert iDEAL mit hoher Payment Acceptance Rate, während in Deutschland SEPA-Lastschrift beliebt ist, aber Rücklastschriften die Payment Conversion Rate senken können. Händler sollten ihre Zahlungsmethoden an regionale Präferenzen anpassen.
Welche Rolle spielt das Zahlungsmittel-Routing für die Authorization Rate?
Durch Payment Routing kann eine Transaktion über verschiedene Acquirer geleitet werden, um die Authorization Rate zu maximieren. Falls eine Zahlung abgelehnt wird, kann sie über einen alternativen Anbieter erfolgreich verarbeitet werden. Smarte Payment-Provider wie Mollie nutzen dieses Verfahren, um Zahlungsausfälle zu minimieren.
Warum können Kreditkartenzahlungen trotz hoher Authorization Rate abgelehnt werden?
Auch nach Autorisierung kann eine Zahlung abgelehnt werden, zum Beispiel durch regionale Beschränkungen, abgelaufenes 3D Secure oder Banken, die verdächtige Transaktionen blockieren. Händler sollten daher mehrere Zahlungsmethoden anbieten und eine flexible Payment-Infrastruktur nutzen, um die Payment Acceptance Rate zu optimieren.
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